Dienstag, 20. März 2018

Finissage im Gartensaal

Der Förderkreis Schlösschen im Hofgarten veranstaltet am Sonntag, 25. März,  im Gartensaal des Schlösschens unter dem Motto »Künstler kommen zu Wort« eine Finissage zur Ausstellung »Die Suche nach dem wahren Licht …«. Die Matinee beginnt um 11.15 Uhr und wird bis etwa 12.45 Uhr dauern.

Benno Lehmann aus Mannheim, Constanze Neuendorf aus Wertheim, Sigrun Paas aus Heidelberg und Jörg Paczkowski aus Wertheim werden in verteilten Rollen hintergründige, amüsante und künstlerische Texte von Malern und Schriftstellern des 19. Jahrhunderts rezitieren. Entstehen soll dabei ein Eindruck davon, wie die Maler und anderen Künstler gedacht, gefühlt und die Landschaft erlebt haben. Es überrascht immer wieder, wie sie ihr eigenes Schaffen und Leben auch schriftlich verarbeitet haben.

Die Veranstaltung wird musikalisch umrahmt. Die Zuhörer werden anschließend zu einem Glas Wein eingeladen. Die Ausstellung ist noch über die Ostertage zu besichtigen und wird dann geschlossen.

Dienstag, 6. März 2018

»Italien! Endlich im Licht!«

Bernhard Fries (1820―1879), Küste von Capri bei Nacht
mit Blick auf die Faraglioni, um 1853, Privatbesitz.

»Italien! Endlich im Licht!«: Immer wieder zog es Deutsche — Maler, Schriftsteller, Reisende — nach Italien. In einer Matinee-Veranstaltung am Sonntag, 11. März, um 11.30 Uhr im Gartensaal des Schlösschens wird Museumsleiter Dr. Jörg Paczkowski über »Italien als Sehnsuchtsort der deutschen Maler des 19. Jahrhunderts« sprechen.

In der Ausstellung »Die Suche nach dem wahren Licht  — Vom Realismus über die Freilichtmalerei von Barbizon zum Impressionismus«, die gegenwärtig im Schlösschen gezeigt wird und zu deren Rahmenprogramm der Vortrag gehört, sind zahlreiche Gemälde aus Italien zu sehen.

In dem Vortrag werden deutsche Künstler vorgestellt, deren Schaffen durch den Italien-Aufenthalt sehr geprägt worden ist. Aber es werden auch Werke italienischer Maler des 19. Jahrhunderts gezeigt, die in Deutschland zu Unrecht weitgehend unbekannt sind, aber deutlich machen, wie man sich gegenseitig beeinflusst hat.

Was fasziniert an diesem Land? Für Kulturreisende waren und sind es die Sehenswürdigkeiten, von der Antike bis zur Gegenwart; für die Schriftsteller sind es  Atmosphäre und Lebensgefühl in diesem Land, und für die Maler seit der Renaissance ist es die Landschaft mit ihrem besonderen Licht.

Freitag, 23. Februar 2018

Das Jahr 2018 im Schlösschen

2017 startete »Jazz im Park« mit den Stuttgarter Salonikern in einer
grandiosen Veranstaltung. Auch 2018 heißt es am Sonntag,17. Juni,
wieder: »Jazz im Park« -- Foto: Friedrich Lehmkühler

 Der Frühling steht vor der Tür, ein guter Zeitpunkt, das weitere Jahresprogramm anzukündigen, das Stiftung und Förderkreis Schlösschen im Hofgarten vorbereitet haben. Programmergänzungen und -änderungen bleiben vorbehalten und werden jeweils hier mitgeteilt.

Sonntag 25. Februar, 11.30 Uhr:  Vortrag von Dr. Sigrun Paas, Heidelberg: »Das Licht in der Malerei von Max Slevogt«. Veranstalter: Stiftung Schlösschen im Hofgarten.

Sonntag, 25. März, 15.30 Uhr: Finissage zur Ausstellung »Die Suche nach dem wahren Licht — Vom frühen Realismus über die Freilichtmalerei in Barbizon zum Impressionismus«. Die Ausstellung umfasst ca. 70 Gemälde verschiedener Bildgattungen aus Privatbesitz mit Ansichten aus Deutschland, Italien und Frankreich. Veranstalter: Förderkreis Schlösschen im Hofgarten.

Sonntag 6. Mai, 17 Uhr:  Meisterkonzert »Die klangvolle Welt der Harfe — Ekaterina Afanasieva«. Veranstalter: Kulturkreis Wertheim.   
           
Sonntag 13. Mai, Internationaler Museumstag, 11.30 Uhr: Ausstellungseröffnung »Leben ist Glühn — Der Expressionist Fritz Ascher (1893–1970)«. Die Ausstellung läuft bis zum 9. September. Fritz Ascher wurde von Max Liebermann gefördert und ausgebildet u.a. von Lovis Corinth und Kurt Agthe. Er gehört zu jenen zwischen 1890 und 1914 geborenen Künstlern der Moderne, die in Vergessenheit geraten sind, weil ihre Entwicklung durch Verfemung und Verfolgung unterbrochen oder gar abgebrochen wurde.

Sonntag 17. Juni, Schlosserlebnistag Baden-Württemberg, ab 15.30 Uhr: »Jazz im Park« mit Programm. Veranstalter: Stiftung und Förderkreis Schlösschen im Hofgarten.

Freitag 6. Juli (und Wochenende): Gemeinschaftsveranstaltung mit der Burg Gamburg.

Samstag 7. und Sonntag 8. Juli: Gartenmesse »Gartenromantik im Fürstlichen Hofgarten Wertheim«. Veranstalter: a.ha! events Anja Hartmann, Schlüchtern.

Sonntag  2. September (Tag der jüdischen Kultur): Vortrag über verfolgte Künstler im Dritten Reich. Veranstalter: Förderkreis Schlösschen im Hofgarten.

Sonntag 9. September, Tag des offenen Denkmals: Unter dem diesjährigen Motto »Entdecken, was uns verbindet« werden Veranstaltungen angeboten, die sich auf das besondere Verhältnis zwischen der Kernstadt Wertheim und dem Hofgarten beziehen. Veranstalter: Förderkreis Schlösschen im Hofgarten.

Samstag 10. November, 11.00 Uhr: Ausstellungseröffnung »Die Kunst der verschollenen Generation. Deutsche Malerei des expressiven Realismus«. Als »Verschollene Generation« werden deutsche Künstler der Jahrgänge zwischen 1890 und 1914 bezeichnet, die bereits in der Weimarer Republik gearbeitet haben oder  in dieser Zeit ausgebildet worden sind, u.a. Willem Grimm, Manfred Henninger oder die auch in Wertheim tätigen Künstler wie Alexandra Povòrina, Friedrich Ahlers-Hestermann oder Charles Crodel.  Durch die Kunstpolitik des Nationalsozialismus wurden sie allerdings in ihrer weiteren Entfaltung durch Ausstellungsverbot, wegen ihrer politischen Ansichten oder wegen ihrer jüdischen Herkunft gehindert. Ihre Werke galten als entartete Kunst. Veranstalter: Stiftung und Förderkreis Schlösschen im Hofgarten.

Sonntag 11. November: 3. Wertheimer Martinsmarkt. Veranstalter: Förderkreis Schlösschen im Hofgarten.

Samstag 1. Dezember, 20 Uhr: Benefizkonzert zugunsten des Museums  Schlösschen im Hofgarten (Jürgen-Ponto-Stiftung und Prassek-Stiftung). Veranstalter: Stiftung Schlösschen im Hofgarten.

Montag, 1. Januar 2018

Barbizon im Schlösschen

Charles François Daubigny, Port de Dieppe, 1866 -- Privatbesitz
Eine gute Möglichkeit, die stille Zeit zu Beginn des neuen Jahres auf bereichernde und spannende Weise zu nutzen, bietet ein Besuch der laufenden Winterausstellung im Schlösschen.  »Die Suche nach dem wahren Licht« lautet der Titel der Sonderausstellung, die derzeit Werke von über 40 Künstlern des 19. und frühen 20. Jahrhunderts zeigt.

Zu den Vertretern der berühmten Schule von Barbizon, mit der die Malerei aus den Ateliers hinaus ins Freie zog und die, von Frankreich ausgehend, den Anfang der europäischen Moderne markiert, gehörte auch Charles François Daubigny (1817–1878), der die hier gezeigte Ansicht des Hafens von Dieppe gemalt hat.

Er arbeitete mit 17 Jahren als Restaurator im Louvre in seiner Vaterstadt Paris, wo er vor allem die niederländischen Landschaftsmaler studierte. In der Malerei wurde er zuerst unterrichtet durch seinen Vater Edmond François Daubigny uud durch seinen Onkel, den Miniaturisten Pierre Daubigny. Zunächst der traditionellen Malweise im Atelier verhaftet, malte er ab 1843, als er nach Barbizon umzog, draußen in der Natur.

Von großer Bedeutung für den Weg Daubignys war seine Begegnung mit Camille Corot 1852 in Optevoz/Isère. Zunehmend geriet er auch unter den Einfluss von Gustave Courbet.

Als er sich von 1866 bis 1870 in London aufhielt, traf er dort Claude Monet und reiste mit ihm wegen des Deutsch-französischen Krieges 1870/71 zunächst in die Niederlande. Zurück in Frankreich, traf er auch Paul Cézanne. Es wird vermutet, dass diese jüngeren Maler durch Daubigny beeinflusst wurden.

Berühmt war seit den 1850er Jahren Daubignys schwimmendes Atelier auf dem Boot Botin, von dem aus er an der Seine und der Oise malte. Die Übung, vom Wasser aus zu arbeiten, übernahm später Claude Monet von Daubigny.