Samstag, 16. September 2017

A Warm Welcome ...


... to Wertheim«. Das ist der Titel eines 9:37 Minuten langen Videos auf CD, das der Film- & Videoclub Wertheim e.V. in Zusammenarbeit mit Helga Hillers Erlebnis-Gästeführungen für englischsprachige Besucher Wertheims produziert hat. Neben einem Rundgang durch Altstadt und Burg nimmt auch das Schlösschen im Hofgarten anlässlich einer musikalischen Veranstaltung für amerikanische Schiffstouristen im Gartensaal breiten Raum in dem Video ein.

Hier eine stark verkleinerte Version des Films mit freundlicher Genehmigung des Film- & Videoclubs Wertheim e.V. und der Interpreten der historischen Musikstücke, Fedra und Stefan Blido:

video

Sonntag, 10. September 2017

In gräflichen Privatgemächern

Besuchergruppe vor der 1916 erbauten neogotischen Grabkapelle im Park
des Schlösschens, die mitsamt den sterblichen Überresten von vier Vertretern
des evangelischen Fürstenhauses heute im Eigentum der Stiftung
Schlösschen im Hofgarten steht. -- Foto: Friedrich Lehmkühler
Der Tag des offenen Denkmals, der in diesem Jahr bundesweit unter dem Motto »Macht und Pracht« stand, lockte am Sonntag rund 50 Besucher ins Schlösschen, durch das Museumschef Dr. Jörg Paczkowski diesmal unter ungewohntem Apsekt führte: »Beachten Sie die Gemälde mal nicht, die schauen wir wieder ein anderes Mal an.« Der Tag wird alljährlich von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz veranstaltet, die auch die Sanierung des Schlösschens großzügig gefördert hatte.

Tatsächlich ging es diesmal um die Entstehungsgeschichte des 1777 fertiggestellten Gebäudes, das seinerzeit als ganz private Sommervilla des Grafen Friedrich-Ludwig zu Löwenstein-Wertheim-Virneburg errichtet wurde, und des umgebenden Parks, der — zunächst ein barocker Garten — im 19. Jahrhundert vom Fürsten Georg erheblich erweitert und zu einem englischen Landschaftspark umgestaltet wurde.

In seiner bekannt lebendigen Art vermittelte Paczkowski den Besuchern Einblicke in Entstehung und Entwicklung der einmaligen Immobilie, wofür diese sich nach über einer Stunde Führung mit herzlichem Applaus bedankten.

Montag, 28. August 2017

»Dies gereicht Wertheim zur Ehre«

Besuch von einer Vertreterin der Landesregierung erhielt das Kunstmuseum Schlösschen im Hofgarten. Die unter anderem für den ländlichen Raum zuständige Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch nutzte einen Besuch in Wertheim, um in Begleitung von Bürgermeister und Stiftungs-Vorstandsmitglied Wolfgang Stein das Schlösschen und die Sammlung zur Berliner Secession noch einmal in Ruhe zu genießen.

Im April hatte sie dem Wertheimer Mäzen Wolfgang Schuller das Bundesverdienstkreuz am Bande im Rahmen eines Festaktes im Gartensaal überbracht. Schon damals hatte sie den Wunsch geäußert, Gebäude und Gemälde der ehemaligen Stiftung Wolfgang Schuller näher kennenzulernen. Schuller selbst und Museumskurator Dr. Jörg Paczkowski führten die Staatssekretärin, wobei Paczkowski die Konzeption und die besonderen didaktischen Gesichtspunkte der neu gehängten Ausstellung erläuterte.

Frau Gurr-Hirsch zeigte sich sehr beeindruckt von der Sammlung, die von höchster Bedeutung sei. Ebenso äußerte sie sich sehr anerkennend über das bürgerschaftliche Kulturengagement in Wertheim und die Stiftungen im Schlösschen. Dies gereiche Wertheim zur Ehre, sagte sie.

Montag, 21. August 2017

Bilder reisen zurück nach Berlin

Finissage im Schlösschen im Hofgarten. -- Foto: Friedrich Lehmkühler
Mit einer gut besuchten Finissage, in deren Mittelpunkt eine letzte Führung von Museumsleiter Dr. Jörg Paczkowski durch die Ausstellung stand, endete am Sonntag im Schlösschen die viel beachtete Sommerausstellung »Meine Waffen: Pinsel, Kohle, Feder ... – Der sozialkritische Maler und Mitbegründer der Berliner Secession Hans Baluschek (1870–1935) und sein Künstlerfreund Martin Brandenburg (1870–1919)«. Gezeigt wurden vor allem Leihgaben aus dem Bröhan-Museum Berlin und dem Stadtmuseum Berlin.

Nach dem Abbau der Sonderausstellung werden in den Räumen des Schlösschens bis zur Eröffnung der Winterausstellung am 12. November wieder Werke der Berliner Secession und der Heidelberger Romantik aus eigenen Beständen der Stiftung zu sehen sein.

Montag, 19. Juni 2017

Old Jazz at its best

Patrick Siben und sein »Saloniker String & Swing Orchestra« vor dem
Gartensaal des Schlösschens im Hofgarten. -- Fotos: Friedrich Lehmkühler
Das Schlösschen hat seit seiner Eröffnung als Kunstmuseum vor elf Jahren wundervolle Abende erlebt, intellektuell anspruchsvolle, wissenschaftlich interessante, heiter-unterhaltsame und - seltener - auch inspirierende. Der Auftritt von Patrick Sibens »Saloniker String & Swing Orchestra« aus Stuttgart am Sonntagabend auf dem Pleasure ground vor dem Gartensaal gehörte in diese besondere Kategorie.

Auf die etwa 80 Zuhörer im Park, die größtenteils zuvor an gleicher Stelle Weine aus dem Kaffelstein verkostet hatten, wartete anschließend ein Jazz-Ereignis, wie man es nur noch sehr selten geboten bekommt.

Der Anspruch von Patrick Siben und seinen Mannen ist es, nach originalen Noten aus der Zwischenkriegszeit die besten Werke der Zwanziger und Dreißiger zu präsentieren. Count Basie, Duke Ellington, Louis Armstrong, Paul Whiteman oder George Gershwin - sie alle erklangen durch die Kunst der Saloniker im goldenen Licht der untergehenden Sommersonne aufs Neue und nahmen das begeisterte Publikum gefangen.

Patrick Siben, der auch seine besondere, in der persönlichen Geschichte begründete Liebe zum Schlösschen preisgab, verstand es gemeinsam mit seinem Orchester, den Funken der Begeisterung für alten, originalen Jazz auf die Zuhörer überspringen zu lassen.

Es fehlten nur die früher im noch verwilderten Park um diese Jahreszeit häufig anzutreffenden Glühwürmchen - aber eigentlich hat man sie am Ende gar nicht vermisst. So perfekt war der Abend.

 
Violine und Saxophone, eines im Wechsel mit der Klarinette ...

... Trompete und Posaune ...

... Kontrabass und Klavier mit dem Chef an den Tasten
Ein sicher unvergesslicher Sommerabend für die meisten Besucher.

Vier Weine von gegenüber

Im Schatten der mächtigen Parkbäume ließ es sich auch bei sommerlicher
Hitze mit einem Glas Wein gut aushalten. -- Fotos: Friedrich Lehmkühler

Mit einer Weinprobe im Park des Schlösschens begann am Sonntag das Programm »Wein und Open-Air-Jazz«, zu dem der Förderkreis Schlösschen im Hofgarten aus Anlass des Schlosserlebnistages Baden-Württemberg eingeladen hatte.

Norbert Spielmann vom Weingut Alte Grafschaft in Kreuzwertheim stellte vier Weine, zwei weiße und zwei rote, vom Kreuzwertheimer Kaffelstein vor, auf den die Gäste während der Verkostung über den Main hinüber schauen konnten. Kurzweilige Informationen zur Geschichte des Weinbergs und zur heutigen Situation des dortigen Weinbaus, der nach wie vor viel aufwändige Handarbeit erfordert, sowie unterhaltsame Anekdoten würzten Spielmanns Vortrag zu den edlen Gewächsen.

Dass es den Besuchern offenbar gemundet hatte, davon gaben am Ende des Abends die geleerten Weinflaschen Zeugnis. 


Die Presse war auch da und zeigte lebhaftes Interesse auch am Publikum.

Norbert Spielmann (links) vom Weingut Alte Grafschaft und Dr. Achim Camerer
vom Vorstand des Förderkreises sorgten mit dafür, dass kein Glas leer blieb.

Mittwoch, 24. Mai 2017

Wein und Open-Air-Jazz im Park

Patrick Siben und sein »Saloniker String & Swing Orchestra« bringen den
Sound der »Roarin' Twenties« in den Park des Schlösschens im Hofgarten.
Foto: Stuttgarter Saloniker

»Hot Jazz — Swing & Blues der Roarin' Twenties« mit den Stuttgarter Salonikern und gute Weine stehen im Mittelpunkt eines Sommerabends im Park des Schlösschens im Hofgarten zum Schlosserlebnistag Baden-Württemberg am Sonntag, 18. Juni.

Mit einer Weinprobe auf dem Pleasure ground, der Wiese vor dem Gartensaal, beginnt das Ereignis ab 17 Uhr. Norbert Spielmann präsentiert vier ausgesuchte Weine, die in einer Beziehung zum Schlösschen stehen. Die Besucher können sich dazu zwanglos im Park bewegen oder an Stehtischen auf dem Rasen verweilen.

Um 19 Uhr kommt dann der große Auftritt von Patrick Siben und seinem »Saloniker String & Swing Orchestra«. Die Formation bringt handgemachten Jazz im Big-Band-Sound der »Roarin' Twenties« in den Park. Das orbitale Vollmondkonzert vom Stuttgarter Fernsehturm wird als Open Air in Wertheim terrestrisch fortentwickelt.


Handgemachter Hot Jazz »unplugged« von originalen Noten aus der Feder der Urgesteine des American Jazz: Count Basie, Duke Ellington, George Gershwin, Jelly Roll Morton und viele mehr. So klangen die Big Bands der legendären Zwanziger um Louis Armstrong, Benny Goodman, Frankie Trumbauer und Paul Whiteman.

Der Eintritt kostet 20 Euro für beides zusammen, Jazz und Wein. Karten können im Vorverkauf über die Webseite www.saloniker.de/termine-saloniker bestellt oder an der Abendkasse erworben werden.

Bei schlechter Witterung findet die Veranstaltung im diesmal unbestuhlten Gartensaal des Schlösschens statt. Die Stehtische sind dann hier aufgestellt.